Schlafstörungen
Dass das komplexe System des Schlafprozesses störanfällig ist und Schlafmangel zu gravierenden Beschwerden führen kann, kennt wohl jeder aus eigener Erfahrung - sei es durch eine durchzechte Nacht, die Zeitverschiebung anlässlich einer Urlaubsreise oder die Störung des Schlafs durch kleine Kinder, die krank sind oder gefüttert werden wollen. Am folgenden Tag nimmt man selbst die resultierenden klinischen Beschwerden wahr: man fühlt sich nicht ausgeruht, ist unkonzentriert, weniger leistungsfähig als sonst und ist wegen dieser doch tiefgreifenden Beeinträchtigungen der Befindlichkeit sehr darum bemüht, die zur Schlafstörung führende Ursache abzustellen.
Schlafstörungen sind häufig, fast jeder Mensch erlebt im Laufe seines Lebens eine Phase mit einer mehr oder weniger gravierenden Beeinträchtigung des Schlafs, die eine gewisse Zeit (Wochen und Monate) andauern kann. Derartige Störungen bedürfen meist keiner oder einer nur vorübergehenden Behandlung und bilden sich nach Beseitigung der Ursache rasch wieder zurück. Bleibende Schäden entstehen nicht.
Bei chronischen, über Monate und Jahre anhaltenden Schlafstörungen ist den Betroffenen die zur Schlafstörung führende Ursache meist nicht bekannt, oft wird nicht einmal im Entferntesten daran gedacht, dass eine Schlafstörung überhaupt vorliegen könne. Menschen mit chronischen Schlafstörungen geben generell einen nicht erholsamen Schlaf an. Sie fühlen sich leistungsgemindert, müde und nicht ausgeruht, häufig bestehen klinische Symptome wie Reizbarkeit, Unkonzentriertheit und Depression.
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