Schlafstörungen bei Schichtarbeit und Nachtarbeit
In der Europäischen Union leisten 20% aller Beschäftigten Schichtarbeit, etwa 7% Nachtarbeit. Etwa 70 bis 80% aller länger als 3 Jahre im Schichtdienst Tätigen klagen über Schlafstörungen, Depressionen und vegetative Symptome, die auch lange Zeit nach Beendigung der Tätigkeit im Schichtdienst bzw. der Nachtarbeit bestehen bleiben können.
Die Ursache der Schlafstörungen bei Schichtarbeit liegt im wesentlichen im häufigen Wechsel des zirkadianen Rhythmus mit entsprechenden Problemen bei der Anpassung an den meist abrupt erfolgenden Wechsel. Seit einigen Jahren werden zunehmend Erkenntnisse der Schlafmedizin bei der Gestaltung von Nachtarbeitsplätzen berücksichtigt, um die Probleme der Umstellung möglichst gering zu halten. Dennoch bedeutet Tätigkeit im Schichtdienst oder Nachtarbeit grundsätzlich eine Veränderung des Tag-Nacht-Rhythmus, was für die meisten Betroffenen eine erhebliche Belastung darstellt und zu anhaltenden Schlafstörungen führen kann.
Die Behandlung von durch Schichtarbeit oder Nachtarbeit ausgelösten Schlafstörungen ist schwierig, meist wird ein Behandlungsversuch mit Medikamenten unternommen. Auch schlaffördernde Verhaltensstrategien werden eingesetzt.
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