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Psychophysiologische Insomnie

Die psychophysiologische Insomnie, sehr treffend auch "erlernte Schlaflosigkeit" genannt, ist eine psychogene chronische Störung mit erhöhter körperlicher Angespanntheit ("Hyperarousal") und erlerntem Fehlverhalten (Konditionierung), die den Schlaf verhindern.

Die erhöhte körperliche Angespanntheit kann sich in einer Übererregung autonomer (zum Beispiel Tachykardie), kognitiver Funktionen (Unfähigkeit abzuschalten) oder emotionaler Funktionen (Ängstlichkeit, Überreaktion auf Stress und Anforderung) äußern. Die Konditionierung, die den Schlaf verhindert, beinhaltet eine Überbesorgtheit und emotionale Einengung auf das Problem des Schlafs als Ausgangspunkt eines Teufelskreises: je verzweifelter der Patient um den Schlaf kämpft, desto erregter und weniger schlaffähig wird er.

Im Vordergrund der Beschwerden stehen Einschlafstörungen mit morgendlicher Zerschlagenheit. Die Diagnose wird an Hand des typischen klinischen Bildes und einer Polysomnografie gestellt. Die Behandlung besteht in einer Information über die zu Grunde liegenden Störungen und im Versuch einer Verhaltensmodifikation (Änderung der Lebensweise, Vermittlung einer adäquaten Schlafhygiene).



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