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Periodische Bewegungen der Beine

Sich in gewissen Zeitabständen wiederholende Bewegungen der Extremitäten ("periodic limb Movement" = PLM), meistens der Beine, seltener der Arme, stellen für sich allein genommen keinen krankhaften Befund dar. Derartige Bewegungsmuster kommen bereits im Kindesalter vor und nehmen mit steigendem Lebensalter zu. Bei Personen über 70 Jahre können periodische Beinbewegungen in über 50% beobachtet werden.

Die Ursache dieses Phänomens ist unklar, ein Zusammenhang mit Störungen des Dopaminstoffwechsels im zentralen Nervensystem gilt als wahrscheinlich. Es bestehen Zusammenhänge mit anderen Erkrankungen des Dopaminstoffwechsels wie Restless Legs, Narkolepsie, Parkinson-Syndrom und Verhaltensstörung im REM-Schlaf.

Periodische Bewegungen der Beine erlangen Krankheitswert, wenn durch die Bewegungen unterschwellige nächtliche Weckreaktionen ausgelöst werden, der physiologisdche Ablauf des Schlafs gestört und somit die Regenerationsfähigkeit beeinträchtigt wird. Dann wird aus den eigentlich harmlosen periodischen Bewegungen der Beine die Erkrankung durch periodische Beinbewegungen, die als "Periodic Limb Movement Disorder" (PLMD) bezeichnet wird. Die PLMD ist dementsprechnd durch Tagesmüdigkeit, Schläfrigkeit am Tag und Einschlafneigung bei monotonen Beschäftigungen gekennzeichnet. In der Polysomnografie finden sich das normale Altersmaß deutlich übersteigende Häufigkeiten periodischer Beinbewegungen in Verbindung mit einer Fragmentierung des Schlafs. Die Diagnose einer PLMD kann gestellt werden, wenn ausgeschlossen wurde, dass die dargestellte Befundkonstellation nicht durch ein PARKINSON-Syndrom oder durch Medikamente verursacht ist. Zum Nachweis der Schlaffragmentierung ist die Durchführung einer Polysomnografie erforderlich. Nur mit dieser Untersuchungkann die Störung des Nachtschlafs objektiuviert werden.

PLMS, periodische Beinbewegungen Die Behandlung der PLMD erfolgt meist medikamentös, ähnlich wie beim Restless Legs Syndrom. Bei leichteren, zeitlich begrenzten Ereignissen kann ein Behandlungsversuch mit L-Dopa erfolgen, meist werden jedoch Dopaminagonisten (Pramipexol, Ropiniro) eingesetzt. Bei zusätzlichem Vorliegen eines obstruktiven Schlafapnoe-Syndroms kann eine nasale Ventilationstherapie hilfreich sein. Alle therapeutischen Maßnahmen haben eine Verbesserung der Schlafqualität mit Verminderung der Schlaffragmentierung zum Ziel.

Die PLMD ist eine chronische Erkrankung, die Betroffenen leiden meist langfristig an der nur teilweise besserungsfähigen Tagesschläfrigkeit und Leistungsminderung, die Behandlungsmaßnahmen sind oft nur unzureichend wirksam.



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