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Spezifische Immuntherapie ("Hyposensibilisierung")

Hyposensibilisierung Die spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) beinhaltet die Gabe von kleinen Mengen des Stoffs, gegen den eine Allergie festgestellt wurde. Durch die sehr niedrige Konzentration an zugeführtem Allergen wird dem Organismus die Chance gegeben, sich langsam an das Allergen zu gewöhnen und auf diese Weise wieder normal (durch Bildung von IgG) und nicht mehr allergisch (durch Bildung von IgE) zu reagieren. Die spezifische Immuntherapie wird bevorzugt bei Baumpollen und Gräserpollen eingesetzt, kann aber unter bestimmten Bedingungen auch bei einer Allergie gegen Hausstaubmilben sinnvoll sein. Die Behandlung ist insgesamt sehr erfolgreich, immerhin lässt sich bei etwa einem Viertel aller Behandelten eine Heilung erreichen. Etwa die Hälfte aller Behandelten zeigt eine deutliche Besserung mit Abnahme des Medikamentenbedarfs und spürbarer Linderung der bestehenden Beschwerden. Bei etwa einem Viertel aller behandelten Personen zeigt sich allerdings kein Effekt.

In der Lungenpraxis Schleswig wird die spezifische Immuntherapie in unterschiedlicher Form durchgeführt, Standard ist folgendes Vorgehen:

Allergische Sensibilisierung gegen Pollen (Bäume, Gräser, Kräuter)

Präsaisonale Kurzzeitbehandlung über 3 Jahre. Vorgehen: kurze Zeit vor dem Beginn der Pollenflugsaison wird das Allergen in steigender Konzentration insgesamt 7mal im Abstand von 7 bis 12 Tagen (meist einmal pro Woche) verabreicht. Für Baumpollen ist die günstigste Zeit der Behandlung von Oktober bis Dezember, für Gräserpollen wird die Behandlung von Januar bis März durchgeführt. Die übrigen Zeiten des Jahres sind behandlungsfrei. Dieses Vorgehen wird 3-mal wiederholt, so dass eine Behandlungsdauer von insgesamt 3 Jahren erreicht wird.

Allergische Sensibilisierung gegen Hausstaubmilben

Ganzjährige Behandlung über 3 Jahre, Vorgehen: im Frühjahr wird mit wöchentlichen Injektionen begonnen, nach etwa 3 bis 4 Monaten wird der Abstand der Injektionen auf 6 bis 8 Wochen ausgedehnt, so dass für den größten Teil der Behandlungsdauer nur noch alle 2 Monate eine Injektion erforderlich ist.



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