Sanierungsmaßnahmen gegen Milben
 Encasings sind luft- und wasserdurchlässig, Allergene werden wirksam abgehalten. Durch Sanierungsmaßnahmen im häuslichen Milieu kann die Dichte an Milben spürbar reduziert werden (Absenkung auf etwa 70% des ursprünglichen Niveaus), die völlige Ausschaltung einer Belastung durch Hausstaubmilben lässt sich allerdings auch bei konsequenter Anwendung von Sanierungsmaßnahmen nicht erreichen. Dennoch ist die Allergenreduktion durch Sanierung bei nachgewiesener Allergie gegen Hausstaubmilben eine sinnvolle und empfehlenswerte Maßnahme: jedes bisschen hilft!
Bei der Milbensanierung kommt der direkten Umgebung des Bettes die größte Bedeutung zu. Ein Gramm Bettstaub enthält etwa 4.000 Milben, ein Gramm Schlafzimmerstaub etwa 1.000 Milben und ein Gramm Küchenstaub etwa 80 Milben. Den größten Effekt hat somit sicherlich die Neuanschaffung einer Matratze, die - ebenso wie Bettdecke und Kopfkissen - von Beginn an mit einem speziellen allergendichten Überzug versehen wird (so genannte Encasings). Auf diese Weise wird den Milben der Lebensraum entzogen, sie können sich nicht mehr in der Matratze bzw. im Bettzeug einnisten.

Durch allergendichte Überzüge von Matratze und Bettwäsche kann sich die Milbe nicht mehr einnisten. Das Gewebe ist so dicht gewebt, dass nicht einmal mehr Milbenkot eine Chance hat, den Stoff zu durchdringen. Weitere Maßnahmen der Sanierung umfassen die Entfernung von Polstermöbeln, Teppichen und Vorhängen aus dem Schlafbereich, auch hierdurch kann eine wirksame Reduktion der Milbendichte erreicht werden. Durch Duschen am Abend werden Hautschuppen (und übrigens auch anderweitige Allergene wie Pollen) entfernt, was langfristig zu einer Verminderung des Nahrungsangebots bei den Milben führt. Haustiere, die selbst oft einen ebenfalls intensiven Befall mit Hausstaubmilben aufweisen, sollten sich grundsätzlich nicht im Schlafzimmer von Patienten mit Hausstaubmilbenallergie aufhalten.
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